Montag, 10. Februar 2014

Die Spannung steigt!

Ich habe eben mit der Praxis Reichel-Fentz telefoniert.
Unsere Ergebnisse sind fertig, sie schicken sie uns zu.
Das heisst, dass sie spätestens Mittwoch hier ankommen dürften.
Es ging doch relativ schnell - statt der angekündigten 20 Wochen waren es nun doch nur 12,5 Wochen. Prima!

Das telefonische Beratungsgespräch wird Mitte März sein.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was da auf uns zukommt!

Macht´s gut,
Eure Nora


Donnerstag, 6. Februar 2014

Too much!

Stopp!
Bis hierhin und nicht weiter!

Ich habe bisher das Hohe Lied auf den Kinderwunsch-Stammtisch gesungen.
Wie gut es tut, sich mit Leidensgenossinnen auszutauschen.
Zu fluchen, verständnisvoll zu nicken, sich gegenseitig zu bestätigen.
Ein kritisches Ohr zu haben, wenn Therapiestrategien berichtet werden.
Die ein oder andere neue Idee zu haben.
Aber auch mal gemeinsam zu lachen  - und wenn es nur Galgenhumor ist.

Heute Abend ist mir aber wirklich an die Nieren gegangen.
Ich habe mich in meiner Kinderwunsch-Blase irgendwo eingerichtet, hatte mich das letzte halbe Jahr in eine gewissen Komfort-Zone hereingearbeitet. Es war nicht leicht, aber ich habe es geschafft.
Ein Zeichen dafür ist, wie selten ich hier einen Beitrag schreibe.
Es war nicht notwendig.
Natürlich geht es mir schlecht, wenn die Tage wieder kommen.
Selbstverständlich verdrücke ich die ein oder andere Träne, wenn wieder frohe Kunde von frischen Schwangerschaften kommt.
Aber es war insgesamt... ...okay.
Nicht toll, aber in Ordnung.

Was war heute Abend jetzt anders?
Ich kann es ehrlich gesagt garnicht so genau benennen.
Ich bin immer noch sprachlos im wahrsten Sinne. Der Hund konnte sich eben über eine Extra-Runde freuen, dadurch bin ich etwas runtergekommen.

Die Konstellation war an sich schon seltsam: von 9 Mädels sind zwei schwanger, eine holt sich demnächst nach einem leichten Positiv ein Negativ ab (die HCG-Werte steigen nicht wie sie sollen...), zwei stehen mit 40 Jahren in der absoluten Panik und dann noch wir drei anderen von unserer engeren Mädels-Runde.
Das Mädel neben mir stand wahnsinnig unter Druck. Kaum fing sie an zu erzählen, gab es kein Halten mehr.
Es war für sie sicherlich das Beste, sich endlich mal frei zu reden - ich konnte mich aber irgendwann nicht mehr entziehen.
Diese aufgerissenen braunen Augen, die vor Elend quasi trieften! Diese tiefe Wunde in ihrem Inneren, diese Verzweiflung, diese Trauer!
Ich sehe das noch bildlich vor mir.
Was sie und eine andere in der Runde sagten, brachte eine Saite in mir zum schwingen, die mich dann auch zum fluchtartigen Aufbruch brachte.
Sie waren sich einig, dass diese Panik am Anfang noch nicht war. Die ersten IVF´s waren so entspannt wie kaum etwas.
Sie glaubten daran, dass alles gut wird.
Und dann zieht sich der Strick zu.
Die Behandlungen zeigen keinen Erfolg, eine Enttäuschung nach der anderen. Das Geld fliesst nur so weg, die Rechnungen nach dem Negativ sind weitere Nackenschläge.
Das Unverständnis der Freunde und Familie, die gefürchtete Zahl "40", die näher rückt.
Die Angst, dass der Partner sich irgendwann eine jüngere Frau nimmt, mit der er dann immer noch Kinder bekommen kann.
Dass die Belastungen des Kinderwunsches die Beziehung zerstören.

War ich deswegen so berührt, weil ich mich vielleicht in fünf Jahren in derselben Position befinden könnte?
Eine Vision dessen, was ich durchleiden muss?

Ich merkte, dass mein Puls immer weiter stieg, dass ich mich immer unwohler gefühlt habe.
Das war der Moment, in dem ich beschlossen habe: eben reicht´s!
Zu Anfang war ich noch stolz auf mich, weil ich so relativ entspannt und im Einklang mit dem von uns gewählten Weg da sitze.
Innerhalb von eine halben Stunde ging es steil bergab - und wenn es nicht mehr gut tut, dann ist eben Schluß!

Nachdem ich mit dem Hund eine halbe Stunde durch die Nacht gestapft bin, konnte ich langsam klar sehen, was da passiert ist.
Konnte relativieren und einordnen.

1.) In mir drin schlummert immer noch die bitterböse fette Angst. Vielleicht noch nicht einmal vor der endgültigen Vision, ohne Kinder leben zu müssen. Aber vor dem Leiden, das ich durchstehen muss, bis ich diese Lebensphase durchlebt habe und es in irgendeiner Richtung weitergeht.

2.) Ich bin froh, dass ich mit meinem Schatz offen reden kann.
 Ich bin froh, dass wir kein Geheimnis daraus machen müssen und Familie und Freunde Bescheid wissen.
Ich bin froh, dass ich mir in der Gesprächstherapie Werkzeuge geschaffen habe, mit denen ich besser mit meinen Gefühlen umgehen kann.
Ich bin froh, dass ich in meiner engeren Mädelsrunde "passende" Frauen gefunden habe, die unterstützen ohne herunterzuziehen. Die einfach da sind.
Darum denke ich, dass ich insgesamt besser gerüstet bin, damit sich diese Emotionen garnicht so anstauen.
Was die zwei Mädels da so herausgelassen haben, das waren erstklassige "Lava-Rülpser". Ich kenne mich damit aus, es ist aber nicht mehr so schlimm.

3.) Ich habe Angst, dass meine erarbeitete Gelassenheit nur oberflächlich ist (ach.... echt?!?).
Dass mich die Fehlversuche und Geldmangel schutzlos in dieselbe  Panik treiben, die diese Mädels umtreibt.

4.) Ich hoffe, dass wir "alles richtig machen".
Zumindest im Rahmen unserer Möglichkeiten.
Alles im Vorfeld untersuchen lassen, um möglichst gute Bedingungen zu schaffen.
Sich informieren und diese neuen "Rädchen" in der Kinderwunsch-Klinik ansprechen. Notfalls selbstständig agieren.
Ein gutes Auge auf die Kinderwunsch-Klinik an sich werfen.
Wir vertrauen unserer Ärztin total - ich habe aber auch schon 1-2 Alternativen im Hinterkopf, wohin wir wechseln könnten.

Was für ein Abend!
Erwartet hatte ich ein gemütliches Plaudern, heraus kam ein emotionales Wirrwarr... ;-)

Na ja, jetzt sind die Fäden ja halbwegs sortiert und den Rest lassen wir mal auf uns zukommen.

Eben habe ich noch etwas mit meinen Mädels gechattet, das tut unheimlich gut!
Es sind noch ein paar andere Dinge heute Abend geschehen, die für Unruhe sorgten - Blastos, die in dieser Zahl nicht erwünscht sind (*würg*) und weiteres mehr...

So, jetzt muss ich ins Bett!
Macht´s gut,
Eure Nora


Samstag, 25. Januar 2014

Aus fremder Feder

Ich habe in den Weiten des Internets eine Kolumne gefunden, die ich ich sehr gelungen finde.
Er beschäftigt sich mit einem Thema, das für eine Freundin und mich zu einem Problem geworden ist.
Lest ihn erstmal durch, darunter gebe ich meinen Senf dazu ;-)

Den Text habe ich von dieser Seite .

--------------------------------------------------------------------

Kolumne

Mütter und Nicht-Mütter

Mütter und Kinderlose leben in Paralleluniversen – aber nicht für immer. Vital Kolumnistin Verena Carl, derzeit auf dem Familienplaneten unterwegs, freut sich auf ein baldiges Wiedersehen.
Mutter und kinderlose Frau
 
 Einige von uns bekommen irgendwann im Leben Babys. Andere nicht. Trotzdem sind wir früher oder später dasselbe: Frauen ohne Kinder. Das überrascht viele. Es ist, als würden wir alle um den 30. Geburtstag herum in einen Tunnel mit parallelen Röhren einfahren. Eine Röhre ist ausstaffiert mit Prinzessin-Lillifee-Postern und Wakeboards, die andere mit Kantinentabletts und Yogamatten.

Wenn wir zehn, 15 Jahre später wieder auftauchen, stellen wir fest, dass wir uns all die Jahre erstaunlich nah waren – und dass die Straße oberirdisch wieder zusammenführt. Oft wissen wir dann aber nicht recht, was wir miteinander anfangen sollen. Überholen? Hupen? Rechts ranfahren und hallo sagen? Auch im Alltag, wo wir uns im Büroaufzug oder an der Bio-Metzger-Theke treffen, leben wir in Parallelwelten. Sogar durch den Großstadtdschungel schlagen Familien und Kinderlose unterschiedliche Schneisen. Ich selbst habe fünf Jahre lang in Hamburg-Altona gelebt, ohne zu ahnen, wo der beliebteste Spielplatz des Viertels ist – bis meine Tochter dort Stammgast wurde.

Dafür bin ich heute irritiert, wenn ich Samstagabends zur DVD-Ausleihe laufe: Was machen all diese Leute auf der Straße, müssen die nicht ins Bett? Dann fällt es mir wieder ein: Die sind erwachsen! Die gehen essen, ins Kino, zu Freunden. Sie müssen nicht mal um 23 Uhr zu Hause sein. Dass ich trotzdem noch weiß, wie menschliches Leben außerhalb von Hochbetten und Sandkästen aussieht, verdanke ich Frauen wie meiner Freundin Susanne. Susanne ist 47, liebt Kinder, konnte aber keine eigenen bekommen. Als kluge Frau hat sie verstanden, dass damit nicht nur eine Tür zugeht, sondern viele andere auf. Vor Jahren hat sie ihren Job gekündigt, mit ihrem Mann eine monatelange Segeltour gemacht und schreibt heute Filmdrehbücher. „Früher oder später“, sagt sie, „ist jede Frau auf sich selbst zurückgeworfen und muss sich fragen, was sie mit sich und ihrem Leben anfängt. Bei Müttern passiert das bloß etwas später.“ Denn natürlich sind Kinder ein toller Lebensmittelpunkt – aber nur auf Zeit. Schon nach zwei, drei Jahren tauchen aus dem Windeleimer-und-Pastinakenbrei-Ozean Inseln auf. Inseln aus Zeit, die sinnvoll genutzt werden wollen – ob mit Extra-Engagement im Job oder der Gründung einer Bürgerinitiative für die alten Eichen im Stadtpark. In Nullkommanichts nehmen diese Inselchen kontinentale Ausmaße an.

Mit 13 müssen die lieben Kleinen rund um die Uhr Justin Bieber auf Twitter verfolgen, mit 18 die Studienplatzbörsen. Für allzu viel Live-Talk mit Mama bleibt da keine Zeit. Gut so. Wer loslässt, hat die Hände frei. Ich fände es schön,wenn Frauen nach dem Auftauchen aus ihren Tunnelröhren nicht wortlos nebeneinander herbrausen würden. Sondern gemeinsam die nächste Ausfahrt nähmen, sich auf eine Picknickbank setzten und redeten. Weil keine von uns so herauskommt, wie sie hineingesaust ist. Weil Mütter neue Umlaufbahnen kennenlernen sollten, wenn sie nicht zu klammernden „Helicopter Parents“ mutieren wollen. Weil Kinderlose den Anschluss an die Welt brauchen, um nicht im „Früher-war-alles-besser“- Modus zu versauern. Und weil wir noch eine schöne Strecke vor uns haben, auf der wir gute Freundinnen brauchen. Neue – und alte, die ein paar Jahre in der anderen Tunnelröhre verschwunden waren. Ich glaub, sie sind uns schon ganz nah.

 
Autor:
Verena Carl
---------------------------------------------------------------------
 
Hat was, gelle?
Eine meiner Freundinnen ist fest in so einer Röhre verschwunden.
Sie möchte gerne Kontakt halten, aber das fällt schwer.

Ich bin nämlich zur Zeit in einem zweiten Tunnel eingetaucht. 
Durch diese Kinderwunsch-Zeit habe ich so etwas wie Scheuklappen auf, schaue nur wenig nach rechts und links.
Gefühlt hat für mich alles mit dieser Problematik zu tun. 
Denn alles in meiner näheren Lebensplanung hängt davon ab, ob ich die nächsten 30 Jahre mein Lebens bis zur Rente von Kindern unbeeinflusst leben werde / muss - also jetzt schon in "die Zeit danach" starte oder ob sich demnächst doch nochmal alles auf den Kopf stellt.
Auch wenn ich im Moment ein wenig entspanne und mich zurücklehne, das Thema bleibt für erstmal bestehen.

Und da sind wir nun. 
Sie in ihrem Kindertunnel, "nur" Hausfrau und Mutter mit einem Hang zum Selbstzweifel.
Ich in meiner "Was bringt mir die Zukunft"-Röhre mit der Angst, dass unser großer Wunsch nicht eintreten könnte.

Wir sitzen bei einer Tasse Kaffee zusammen und versuchen, Themen zu finden. 
Am besten funktioniert es, wenn ich in ihr Leben eintauche, mir ihre Probleme und Sorgen anhöre und sie darin bestätige, dass sie in dem Zirkus "Super-Mutter mit super Kindern" nicht völlig versagt.
Für mich sehr unbefriedigend, denn ich wünsche mir ja wenig mehr als genau diese Probleme zu haben. 
Über das reden, was ich so machen? So wie die im Text genannte Freundin?
Ja, ich führe ein vielseitiges und ausgelastetes Leben. 
Aber ich stehe (noch) nicht voll dahinter - denn mein Plan für diese Lebensphase ist eigentlich ein anderer.
Wie soll ich von tollen Ereignissen berichten, wenn bei mir im Hinterkopf ein ständiges "Ja, aber...!" herumfunkt?
Als wäre alles nur ein notwendiger Zeitvertreib, während wir von Monatszyklus zu Monatszyklus eilen.
 
Ich fürchte, zur Zeit schliessen sich diese zwei Fahrspuren gegenseitig aus. 
Es tut mir nicht gut, ich komme mir ausgenutzt vor.
Ich kann zur Zeit nicht die tolle Freundin sein, die die Mutter in das Leben zurückholt. 
Zumal die Freundin nicht dazu zu bewegen ist, ihre doch reichlich vorhandenen Zeitinseln (die Kinder sind im Kindergarten bzw. Schule bis mind. 14h) mal anderweitig zu nutzen. 
 
Vielleicht, wenn ich mich mit meinem Thema arrangiere.
Erste Ansätze gibt es - ich konnte letztens sogar mal eine Art Plan aufstellen, wenn wir dann doch kinderlos bleiben (es ging um Reisen). 
Und dass, ohne zu schlucken, melancholisch zu werden oder sogar ein Tränchen unterdrücken zu müssen.
Es wird!

Mal schauen, wann ich aus meinem Tunnel wieder auftauche!

Macht´s gut,
Eure Nora
 

 


Sonntag, 22. Dezember 2013

Ein neues Puzzleteil?

So kurz vor dem Jahresende schleicht sich tatsächlich eine neue Information an mich heran.

Mal wieder per Zufall - beim Quatschen in der Mädelsrunde.

Wir kamen auf ulkigsten Wegen auf das Thema Geschlechtskrankheiten (ja, nicht lachen - Aufhänger war tatsächlich ein Wichtelgeschenk... ;-) ).
Da erzählte ich, dass ich als Teenie auch mal Clamydien hatte, allerdings in der Lunge.

Auf einmal wurde es kurz still und G. meinte: "Du weisst schon, dass eine durchgemachte Clamydien-Infektion die Einnistung erschweren kann?"
Mmmh.
Ja, prinzipiell weiss ich schon, dass es eine der großen Ursachen für Unfruchtbarkeit ist.
Aber den Bogen zu mir habe ich noch nicht gezogen. Zumal es so lange her ist und ich das Ganze schön brav auf meinem Erfassungsbogen in der Klinik angegeben habe.

Es gibt wohl Theorien, wonach eine 2-3 wöchige Antibiotika-Kur bei beiden Partnern vor dem nächsten Versuch einiges gebracht haben soll.

Mmh, Antibiotika einzunehmen ist nicht fein.
Aber es gibt schlimmeres!

Vielleicht wäre das ja mal wieder ein Schräubchen, an dem es sich zu drehen lohnt?

Macht´s gut,
Eure Nora

Freitag, 22. November 2013

Sag ich´s dem Chef?

Das ist eine Frage, mit der wir uns sicherlich alle früher oder später beschäftigen müssen.

Prinzipiell: es geht dem Chef ja rein garnicht an, dass es mit dem Kinderwunsch nicht so klappen will. Punkt.

Aber dann tangieren dieTermine der Behandlungen mit der Arbeitszeit.
Und nun?
Bei mir ist es so, dass ich unbedingt morgens in der KiWu erscheinen muss, damit Labor gemacht werden kann.
Hin- und Rückfahrt betragen jeweils ca. eine Stunde.
Da ist nichts mit  "ich komme morgen ne halbe Stunde später, okay?"

Ein oder zweimal kann man sich mit irgendwelchen Ausreden behelfen - Magen-Darm, Migräne, Zahnarzttermin, usw.
Aber jeden Monat wieder?
Und während einer ICSI oder IVF muss man ja noch häufiger zum Folli-TV .
Irgendwann wird´s blöd.

Indem wir es dem Chef sagen, hoffen wir auf Verständnis und Unterstützung.
Was wir bekommen ist häufig etwas ganz anderes.
Es stempelt uns zum "Spoiler der Personalplanung".
Nicht nur, dass wir relativ regelmässig kurzfristig ausfallen, wir arbeiten damit auf eine Schwangerschaft und Mutterzeit hin.
Etwas, was einem Arbeitgeber von Natur aus nicht gut gefallen kann, verliert er doch eine Arbeitskraft.
Ausserdem ist erfahrungsgemäß alles unterhalb des Bauchnabels unangenehm. Das möchte keiner hören! Zu intim und keiner weiss so recht, was er dazu sagen soll.
Arbeitsausfall sollte zeitlich absehbar und durch akzeptable Erkrankungen begründet sein.

Ich habe einen Chef, der mich sehr mag.
Ich nehme ihm ab, dass er sich für mich über einen positiven Ausgang freuen würde.
Er hat mich das eine Mal, an dem ich mir bisher mit seinem Wissen frei nehmen musste, ohne zu murren gehen gelassen.

Aber ich merke, dass sich seine Einstellung mir gegenüber verändert hat.
Er baut nicht mehr so auf mich.
Nach dem Motto: sie ist eh in einem Jahr weg.
Das ist für mich schon sehr seltsam. 

Aber es kann ja genauso gut sein, dass es nie klappt.
Dass ich diese Stelle viele Jahre unverändert einnehmen werde.

Ich denke mittlerweile, dass man so lange wie möglich die Sache für sich behalten sollte - und sich Ausreden bedienen.
Wenn es nicht mehr anders geht, dann müssen die Karten auf den Tisch.

Aber es wird sich immer unweigerlich etwas im Verhältnis zum Chef ändern.

Macht´s gut,
Eure Nora

Mittwoch, 20. November 2013

Über´s Ziel hinaus!

Diese Woche habe ich auf Geheiss der Ärztin meine SD-Blutwerte bestimmen lassen.
Das geht in einem freien Labor sehr unproblematisch - bis 11 Uhr sollte man dort gewesen sein, ab 15 Uhr kann man telefonisch die Werte erfragen.

Auch wenn jedesmal die Frage kommt "Sollen wir nicht auch noch das TSH bestimmen?" und ich dies verneine, gehe ich dort sehr gerne hin.

Mit dem Ergebnis schnell auf www.top-docs.de gegangen und dort in den Werterechner eingegeben.
Das T3 ist mit 89% sehr okay, das T4 liegt bei 153%...
Uppsie...

Und das Seltsame: ich habe keinerlei Symptome einer Überfunktion!
Nada, niente!
Im Gegenteil, ich schlafe mir immer noch einen Wolf!
Und zwar tief und fest!
Gut, dafür bin ich tagsüber klar und wach. Vor ein paar Wochen noch hätte ich jederzeit überall einschlafen können. 

Also von den Symptomen her müssten wir weiter steigern, die Werte deuten in die entgegengesetzte Richtung.
Wir haben uns darauf geeinigt, das L-Thyroxin von 200 auf 175 zu senken - im Gegenzug steigere ich das Thybon 20 auf 30.
Das würde auch zu meinen Wortfindungsstörungen und sonstigen Unkonzentriertheiten passen.
(Ich musste der Labor-Dame tatsächlich dreimal meine Proben-Nummer vorlesen, bis ich tatsächlich alle Ziffern richtig erwischt hatte).

Ich denke, die Richtung ist die richtige.
Jetzt geht´s ans Feintuning.

Wer hätte gedacht, dass die Einstellung der Schilddrüse derart diffizil ist?
Ich fand meinen Hashimoto eigentlich immer ganz handzahm, eine Krankheit mit der man gut leben kann.
Man nimmt halt die Tabletten bis ans Lebensende und gut ist.
Tja, ein wenig blauäugig gedacht. ;-)

Macht´s gut,
Eure Nora


Montag, 18. November 2013

Mir geht´s gut!

Danke für die Nachfragen:
ja, ich lebe noch und
nein, ich bin nicht still und leise schwanger geworden. ;-)

Aber mir geht es zur Zeit einfach gut.
Ich bin ziemlich entspannt und harre der Dinge, die da irgendwann kommen mögen.

Dieser Blog ist für mich ein Ventil.
Wenn es mir schlecht geht, wenn es in mir brodelt.
Daher denke ich , dass dieser Blog sehr viel damit zu tun hat, dass ich etwas gelassener mit dem Thema umgehen kann.

Wir sind zur Zeit in der Warteschleife, dieses Wochenende haben wir einen neuen Ballon steigen lassen.
In Absprache mit unserer Ärztin bleiben wir bis zur vollständigen Einstellung der Schilddrüse beim Zyklusmonitoring - sprich hormongepuschten GvnP.
Wenn sich danach noch nichts getan hat denken wir in Richtung IVF.

Aber bis dahin lehnen wir uns ein wenig zurück.

Macht´s gut,
Eure Nora